3 Tage Urlaub

26 February 2005
Haben sich für uns richtig gelohnt. Wir haben viele Dinge gemacht, die wir in den letzten vier Jahren in Hamburg nicht geschafft haben, und auch sonst waren wir recht fleißig: Mittwoch haben wir unsere Einkommenssteuer vorbereitet (Im Februar! Premiere! Dieses Jahr allerdings nicht mit Hilfe irgendwelcher Programme, sondern unterstützt durch diese Dame, die auch anderen Familienmitgliedern schon hilfreich unter die Arme greift), denn mit der Rückzahlung wollen wir das Sofa finanzieren, dass irgendwann demnächst lieferbar sein wird. Danach war ich nochmal schnell in der Firma, um dafür notwendige Papiere einzusammeln, wobei ich auch noch Brillenetui und Maus wiederfinden konnte. Der wahre Luxus war die 17:00 Uhr Kino-Vorstellung in den Zeise-Kinos. Gezeigt wurde Verschwörung im Berlin-Express eine komisch-grausame Komödie aus schwedischer Hand. Das war wirklich eine außerordentlich gute Wahl. Später am Abend dann habe ich das Dinér, wie bereits geschrieben, mit Hilfe der Laute aus #drsrm vorbereitet, und die Bananen-Ahornsirup-Muffins gebacken, die Maren zum Wiegentag überreicht werden sollten

Donnerstag nahte dann schnell heran, und Maren war auch kurz vor Mitternacht da. Pünktlich um zwölf gab es Kuchen mit Kerzen, und die Geschenke der Schwiegermutter konnten ausgepackt werden. Maren - überglücklich. danach schnell ins Bett. Ich hatte am Morgen noch einen Termin in der Firma (der schon zweimal verschoben wurde, und ich wollte ihn nicht noch einen Monat herauszögern), dann sind wir gemeinsam Einkaufen gegangen (das Menü war als Geburtstagsgeschenk überreicht worden, deswegen mußte ich mich nicht mehr in Heimlichtuerei ergehen).

Am Abend waren wir in unserem Salsa-Kurs Bei Petít, den wir wirklich nicht ausfallen lassen wollten, und danach eine kleine Zusammenkunft in der Bar Absinth, wo all die Lieben waren, die nicht am Freitag beim Dinér sein konnten.

Freitag war dann der große Tag mit dem Abend-Dinér. Am Vormittag haben wir uns ins Auto geschmissen, und sind zum ersten Mal mit dem Auto durch den alten Elbtunnel gefahren. Mit großen Autos wie aus meiner MTV-Lieblings-Sendung kommt man da nicht durch. Aber mit dem Auto fährt man nicht so oft Fahrstuhl, und das war schon eine Erfahrung. Aufgrund einer Freud'schen Fehlleistung sind wir auf dem Rückweg am Hangar des Museums-U-Bootes U 434 hängengeblieben. Es gab eine Imbißbude, mit einem sehr netten Verkäufer, und im Anschluß haben wir uns das ausgestellte russische Spionage-U-Boot von innen angesehen. Angeblich Baujahr 1976, konnten wir einen Anflug der klaustrophobischen Umstände in so einem Gefährt erheischen. Jede Menge romantischer Vorstellungen sind dabei über Bord gegangen. Danach habe ich begonnen, das Dinér für den Abend vorzubereiten. Der Salat und die Suppe waren relativ unproblematisch, den Kuchen allerdings habe ich auf Marens Wunsch in der Menge verdoppelt, "damit was für die Kollegen in der Firma überbleibt" (ha!). Eine Drei-Kilo-Torte habe ich zumindest vorher noch nicht gebacken. Und es ist natürlich 'etwas' für die Kollegen übriggeblieben.

Unsere Gäste waren mit dem Essen hochzufrieden, und auch mein Bruder Axel, der unerwarteterweise zu uns stieß, bekam genug zu Essen, denn die Vier-Personen-Mengen der Conga Club in der Phonodrome gegangen, wo eine ganz unterhaltsame Mischung jazziger Latin-Stücke Tanzwütige und Musikliebende gleichermaßen begeistern konnte.

Samstag dann haben wir in Ruhe ausgeschlafen, um danach den Rest in der Küche aufzuräumen, ausgiebig zu frühstücken, und dann nochmal mit Raquel "ins Dorf" zu gehen, um das eine oder andere zu besorgen. Ein Geschenk für Frau Meyer (Superadas von Maitena - sehr lustig) bei Weiland, Einen Aschenbecher bei Butlers, einem NANU NANA-Verschnitt für Mittdreißiger, in der Ottenser Hauptstraße im "Männerladen" einen Gertenwerkzeug-Gürtel (mit balkonfähigen Gartenwerkzeugen, weil klein), noch einen Blick in den Fahrradladen, und noch ein, zwei Läden, um anschließend im El Rojito noch eine kleine Pause einzulegen und politisch korrekten Kaffee einzukaufen (der übrigens auch sehr gut schmeckt, und nicht wirklich teurer ist als anderer Markenkaffee).

Sonntag waren wir im Dialog im Dunkeln, was noch von Weihnachten herrührte, und ein Geschenk meiner Schwiegerfreundin Eva war. Die Ausstellung ist jedem zu empfehlen, denn sie ist eine bereichernde Erfahrung für die Sinne!

Montag abend - ein Geburtstagsgeschenk - die Lesung von Wladimir Kaminer in den Kammerspielen. Ein wirklicher literarischer Genuß, insbesondere da er aus seinem derzeitigen Werk Küche totalitär vorlas. Wer die Lesung noch hören kann, sollte sie sich nicht entgehen lassen.

Heute war dann das erste mal 'nix' los. Auch ein schöner Abend. Ich komme dazu, mein Mausdompteur-Logo einzuscannen. Danke, Peter!

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