Theater, Theater
28 January 2006
In den letzten sieben Tagen war ich zweimal im Theater: Letzten Sonntag bei Faust in Stuttgart, heute in den Hamburger Kammerspielen bei Die Ziege oder wer ist Sylvia.
Die Faust-Inszenierung ist eine zusammengestrichene moderne Fassung des bekannten Goethe-Stoffs (ich habe ehrlicherweise das erste Mal Faust gesehen, und deswegen nix vermißt), die der neue Intendant nutzte, um zu zeigen was er kann (beleibte Damen in Mülltüten und Faust 'untenrum' nackt, Video-Musik-Einblendungen und schwarze Engel unter anderem). Ich fand das Stück sehr sehenswert, insbesondere die Zusammenführung von Faust und Mephisto als Teil Fausts selbst war gelungen umgesetzt.
Die Ziege hingegen ist ein wirklich spannendes Stück, das eine Familie im Zusammenbruch zeigt. Grandios gespielt, auch modern, aber ohne visuell schockieren zu wollen. Im Sinne klassischer Konflikte geht es natürlich um Sex, Vertrauen, und Verrat, und in eineinhalb Stunden wird man wirklich in die Geschichte hereingesogen.
Während Der Mann ohne Vergangenheit, mittlerweile mein vorvorletztes Theaterstück, ein wunderbarer Theatereinstieg für nicht-Theatergänger ist, sind Faust und die Ziege wahrscheinlich schon etwas für Leute, die (wie ich) die modernen Züge deutschen Theaters nicht stört, oder sogar was damit anfangen können. Vielleicht liege ich aber auch falsch, und entweder es gefällt, oder halt nicht.
Wenn das Jahr so weiter geht, bleibt die Glotze weiter überwiegend aus, und hin und wieder gehts ins Theater. Dort wird man wenigstens (noch nicht) von Raubkopierer-Spots und Qualitätswerbung genervt, um dann den Film mit mies ausgesteuerter Tonspur vorgeführt zu bekommen.
Die Faust-Inszenierung ist eine zusammengestrichene moderne Fassung des bekannten Goethe-Stoffs (ich habe ehrlicherweise das erste Mal Faust gesehen, und deswegen nix vermißt), die der neue Intendant nutzte, um zu zeigen was er kann (beleibte Damen in Mülltüten und Faust 'untenrum' nackt, Video-Musik-Einblendungen und schwarze Engel unter anderem). Ich fand das Stück sehr sehenswert, insbesondere die Zusammenführung von Faust und Mephisto als Teil Fausts selbst war gelungen umgesetzt.
Die Ziege hingegen ist ein wirklich spannendes Stück, das eine Familie im Zusammenbruch zeigt. Grandios gespielt, auch modern, aber ohne visuell schockieren zu wollen. Im Sinne klassischer Konflikte geht es natürlich um Sex, Vertrauen, und Verrat, und in eineinhalb Stunden wird man wirklich in die Geschichte hereingesogen.
Während Der Mann ohne Vergangenheit, mittlerweile mein vorvorletztes Theaterstück, ein wunderbarer Theatereinstieg für nicht-Theatergänger ist, sind Faust und die Ziege wahrscheinlich schon etwas für Leute, die (wie ich) die modernen Züge deutschen Theaters nicht stört, oder sogar was damit anfangen können. Vielleicht liege ich aber auch falsch, und entweder es gefällt, oder halt nicht.
Wenn das Jahr so weiter geht, bleibt die Glotze weiter überwiegend aus, und hin und wieder gehts ins Theater. Dort wird man wenigstens (noch nicht) von Raubkopierer-Spots und Qualitätswerbung genervt, um dann den Film mit mies ausgesteuerter Tonspur vorgeführt zu bekommen.


