The Trip, Etappe 4

14 March 2008
Das Castle Inn liegt für Leute, die sich – wie ich – nicht in San Francisco auskennen, direkt beim Russian Hill, einem der interessanteren Viertel der Stadt. Unsere kulinarische Erfahrung wird hier positiv um mediterrane Seafood-Tapas und französische(?) Küche ergänzt.

Donnerstag und Freitag geben wir nochmal richtig Gas auf der Arbeit – es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Leute man trifft. Abstecher in die Büros in San Bruno und San Francisco runden unseren Besuch in Kalifornien ab und nachts gehts mit dem Flieger weiter nach New York.

The Trip, Etappe 3

06 March 2008
Der Sonntagabend beginnt mit einer einstündigen Suche nach einem Restaurant – schließlich kehren wir bei einem Mexikaner direkt gegenüber vom Hotel ein. Wir genießen das Essen und zum Abschluß gibts noch ein kleines Schmankerl zum Beguß unseres gemeinsamen Probezeitendes. Recht früh fallen wir hundemüde in die Betten.

Am Montag fahren wir endlich unsere erste Station an. So ein Firmencampus ist riesig, anders läßt sich das nicht beschreiben. Wir machen erste Bekanntschaft mit amerikanischer Cuisine, ansonsten Orientierungslauf, bei Kollegen vorbeischauen, um ihren Mails endlich Gesichter zuordnen zu können.

Am Nachmittag ein Training mitgenommen, abends im Shuttle der Todesmutigen zurück nach San Francisco. Der Abend beschließt sich früh, mir ist nicht ganz klar, ob das ein verspäteter Jetlag oder Nachwirkungen der Steaknarkose sind.

Dienstag früh eilen wir wieder zum Shuttle, diesmal aber per Taxi – langsam verliert die Lauferei an Reiz, und die … Sehenswürdigkeiten an der Strecke lassen zu wünschen übrig – doch später mehr. Tagsüber im Büro nutzen wir die Gelegenheit, noch mehr Leute zu treffen und kennen uns langsam fast aus; wenigstens laufen wir nicht mehr im Dreiviertelkreis um den Campus um von A nach B zu kommen. Wir finden ein Restaurant, dass unseren europäisch-verwöhnten Gaumen mehr zuspricht als das sehr amerikanische, dass den Hauptcampus versorgt (dort gibts auch weitere kleinere Restaurants, die sich nicht verstecken brauchen). Die Rückreise mit dem Shuttle ist im Vergleich überraschend ruhig, zumindest habe ich keine Anflüge von Achterbahn-Übelkeit. Am Abend in der Hotelbar gabs noch zwei Mojito, doch die Enge ist nicht einladend. Schließlich gehen wir wieder ins Bett.

Mittwoch – man glaubt es kaum – mit dem Shuttlebomber zurück auf den Campus, lecker Frühstück; da wir mittlerweile die vernünftigen Espressomaschinen verortet haben, auch mit Kaffeegenuß. Patrick verschlägts ins Meeting, meins fällt krankheitsbedingt aus. Trotzdem mache ich ein bißchen Standby für die Kollegen, am Nachmittag noch ein interessantes Gespräch mit Input, der bis morgen reicht. Diesmal kehren wir etwas früher zurück – weil in der Stadt gerade eine unspezifizierte 'Convention' ist, haben wir kein durchgängig buchbares Hotel bekommen.

Wir ziehen um vom 5-Sterne-Clift nahe des Union Square in das Castle Inn Motel. Das Motel ist ein wenig angestaubt und schlicht; aber: Die Empfangsdame gibt uns einen schnellen Überblick auf dem kostenlosen Stadtplan, dabei streicht sie die Gegend durch, die man meiden soll – genau die Ecke, die wir morgens und abends regelmäßig zum Shuttle-Pickup durchquert haben! – empfiehlt Ecken, an denen man Restaurants findet und gibt uns Tipps für eine ganze Woche San-Francisco-für-Touristen. Sehr nett, leider in der falschen Reihenfolge.

Ach, und hier ist das WLAN umsonst und das Firmen-VPN funktioniert – für den halben Service hat man im 5-Sterne-Bunker nochmal draufgezahlt.

Mal sehen, was uns die Polk Street heute abend noch bietet.

The Trip, Etappe 2

02 March 2008
Am Vormittag San Francisco per pedes erkundet; trotzdem direkt in Fisherman's Wharf gelandet. Das hat uns aber nicht lange aufgehalten. Weiter den Embardardero entlang, und dann erst mit der Tram zurück; am Ende der Strecke weitergelaufen und die Welt des Tourismus-Nepp bewundert. Unser Weg führt uns auf eine alte Hafenanlage, bei der das Maritime Museum (derzeit in Renovierung) steht. Von dort aus ein paar Fotos von der Golden Gate Bridge gemacht. Al Catraz ruft, steht für den nächsten Tag auf dem Programm.

Der Rückweg ins Hotel führt uns de Van Ness Avenue herauf, und zwischendurch kehren wir im GHQ Grill ein, der durch die "Hier essen viele Einheimische"-Metrik den Zuschlag bekommen hat. Danach kurze Pause im Hotel. Ich mache ich mit dem BART auf nach Oakland, um das Endgame zu besuchen. Dort verquatsche ich den Nachmittag mit dem Inhaber des Ladens und kann der Versuchung ausgepackter Bücher nicht widerstehen. Patrick nutzt die Zeit, um die Golden Gate Bridge mit dem Fahrrad zu erkunden.

Am Abend noch im Apple Store vorbeigeschaut, um kurz ein MacBook Air zu begutachten – dieser Rechner ist unwirklich leicht, und eigentlich will ich mich nicht über die Grafikleistung beschweren. Geld wird hier aber keines ausgegeben.

Für das heutige Dinner haben wir uns ein Steakhaus rausgesucht, das Lark Creek überzeugt durch geschmackvolle Einrichtung, zuvorkommenden Service und bombastische Steaks. Am Ende kapitulieren wir – das Restaurant hat uns besiegt. Die Steaks sind denen aus dem Restaurant Seerose fast ebenbürtig.

Darauf folgt für mich eine schwere Nacht, nach dem Frühstück verschlägt es mich zurück ins Bett, Patrick muß leider alleine nach Al Catraz. Nach fünf Stunden schlafartiger Versteinerung wache ich wieder auf.

The Trip, Etappe 1

01 March 2008
Nach 20h Reisezeit total erschossen im Hotel angekommen. Ganz spannend, was man so alles lernt, wenn man

* 12h auf 2 Quadratmetern verbringt
* Die Lotterie der Zollsonderuntersuchung gewinnt
* Eineinhalb Stunden darauf wartet, dass der geboardete Anschlußflug abheben darf
* private Taxiunternehmer trifft
* in einer Hotelbar zum Abschluß nur zwei Vodka-Lemon will

Jetzt wünsche ich mir 8h ungestörten Schlaf.
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