Online

15 December 2010
Der JMStV ist vorerst abgewendet. Insofern habe ich mich entschieden, wieder online zu gehen.

Update: Die eigentliche Arbeit geht aber auch erst los … man kann sich also nicht ausruhen.

Kardinalfehler der Kritik am Odyssee-Con

16 August 2008
An verschiedenen Stellen wurde mehr oder weniger direkt Kritik am Odyssee-Con geübt. Ich will die ganzen Argumente gar nicht wiederholen; mir geht es um etwas, was mir beim Sinnieren dazu eingefallen ist…

Die Frage ist nicht, ob ein Con heutzutage überflüssig ist oder nicht. Die Frage ist, ob ein Conmodell, dass aus einer Zeit vor massiver Vernetzung und ungezählten Informationsquellen (Foren, Blogs, Shop-, Verlags- und Rezensionsseiten, ja sogar das USENET zählt noch), überhaupt überlebensfähig ist.

Früher war es wichtig, die Leute zusammenzubringen, neue Spiele oder Spielweisen zu präsentieren und kennenzulernen, unbekanntes in den Kisten der Händler zu erstöbern, hier und da ein Fanzine abzugreifen – schlichtweg, mit neuen Inspirationsquellen wieder nach Hause zu kommen.

Damals gierte man nach Podiumsdiskussionen, Versteigerungen, Liederabenden mit Filk-Songs; dem, was man ganz allgemein als „Rahmenprogramm“ bezeichnet. Essen und Schlafen waren nachgeordnet, weil man auf den ganzen anderen Kram brannte. Heute gibt es Karussel- und Biete-Threads und Youtube-Video-Trailer, die das gleiche liefern, ohne dass man im Zweifel neben Cat Piss Men sitzen muß, die einem durch unqualifizierte, unbedachte und überflüssige Kommentare die Show versauen.

„Wieso gehst Du eigentlich auf Cons?“ muß ich mich wahrscheinlich fragen lassen. Aber ich bin von der alten Garde, bei mir weckt das noch Begeisterung, ich treffe dort Leute, deren Gesichter ich endlich mal (wieder) sehen will; ich schöpfe aus der Erfahrung mit anderen Leuten am Tisch anders als aus Forendiskussionen; eine Live-Darbietung von "Roll High" finde ich auf ganz anderer Ebene spannend als den Dogs in the Vineyard-Flash-Trailer.

Mein Fazit: Cons müssen heutzutage eben auch oder insbesondere bei den früher nebensächlichen Dingen erstklassig sein: Bei der Unterkunft, beim Essen, bei der Diskussionsführung. Denn sonst bleiben die Leute zu Hause, spielen ihren Kram und surfen ein bißchen im Netz, wenn sie Fragen haben. Einseitig? Vielleicht. Aber wenn man den Leuten nichts anbietet, was nur auf einer Convention geht (Das Memento-Bühnen-Rollenspiel des Odyssee-Con zum Beispiel funktioniert nur mit, bzw. für Publikum), dann… ja dann bleiben sie eben daheim.

Die Wolke zeigt, wie es geht.

Abenteuer. Ein Fanzine.

09 June 2008
Auf einigen anderen Seiten wurde es ja schon angekündigt und gemeldet, aber jetzt muss ich als Organisator vielleicht ein paar Worte dazu sagen. Die Nullnummer steht vor der Tür - als Release-Termin war stehts die Nordcon angepeilt, und für die Null haben wir knapp 24 Seiten Material, und einen guten Grundstock für die Nummer Eins.

Warum kümmere ich mich um die Veröffentlichung eines Fanzines, nachdem ich bisher eher als Vertreter des nichtklassischen Rollenspiels abseits des Mainstream (vulgo: Indie) bekannt bin?

Weils dasselbe ist: Kram, der begeistert, weil Leute ihn machen, er aus ihren persönlichen Spielerfahrungen gewachsen ist und so Einblicke gibt, wie andere Rollenspiel gestalten, ein Hobby, das ich mit ihnen teile. Ich versuche nicht, eine grossartige Design-Vision wahr werden zu lassen, vielmehr soll das Schlichte betonen, dass es sich hier um Material zum Anfassen, Gebrauchen und Spielen, und nicht um intellektuell überhöhtes, im Ausdruck tausend Tintenpatronen fressendes … Zeugs handelt.

Und so gestaltet sich die Artikeleinreichung: Wer einen Artikel und zwei Fürsprecher dafür hat, sendet seinen Beitrag an einreichungen@abenteuerpunkt.ch - das reicht eigentlich. Wie ich schon an einigen anderen Orten schrieb: Wir haben keinen Anspruch - Wir haben Spass! Wir haben keine Zielgruppe - Wir haben uns!

Demnächst gibt es auch auf einer passenden Webseite Informationen, aber wennn Wizards es sich leisten kann, sein Online-Angebot nicht pünktlich fertigzubekommen, dann wir erst recht.

Oh ja, Geld kosten soll es auch. Geplant ist, Abenteuer. als Druckwerk und PDF anzubieten; Details folgen demnächst hier.

Zwei Tage mit CSS

11 May 2008
Weil ich gerade mal wieder ein bißchen an meinem Buchprojekt bastle, LaTeX mich nervt und OpenOffice mir die Stil-Einstellungen zu wüst macht, beschäftige ich mich derzeit mit PrinceXML, einem … ja, was ist es eigentlich … offline XML/XHTML und CSS-Renderer. Mit anderen Worten: Ich schmeiße PrinceXML eine CSS-Definition und eine XML- oder (X)HTML-Datei hin, und es kommt ein PDF (12.5MB, vorsicht!) dabei raus.

"Zwei Tage mit CSS" vollständig lesen

imaginativer Kontext, IIEE und The Shadow of Yesterday

02 December 2007
Frank schreibt in seinem Blog über imaginativen Kontext, und in den Kommentaren habe ich kurz mit ihm über The Shadow of Yesterday, IIEE (was in der Übersetzung AAAA heißt) und erweiterte Konflikte disputiert. Hier möchte ich jetzt etwas ausholen, und nach Möglichkeit folgende Fragen beantworten:


  • Wie hängen imaginativer Kontext, IIEE und erweiterte Konflikte zusammen?

  • Warum finden viele Leute erweiterte Konflikte/Bringing Down the Pain hinderlich?



Und einen Ansatz erarbeiten, der zeigt, wie Bringing Down the Pain; bzw. erweiterte Konflikte sauber und möglichst störungsfrei eingesetzt werden können.


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